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11.03.10.

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Das erste zarte Frühlingsgrün

Wie haben wir alle, nach den üppigen Feiertagen im Dezember, auf den Frühling gewartet!
Doch dieses Jahr hat der lange und frostige Winter unsere Sehnsucht nach dem Frühling kräftig
gesteigert. Nachdem der Schnee abgetaut war, folgte eine frost- und regenreiche Periode. Kalte und kahle Erde ließ unsere Sehnsucht nach dem ersten zarten Grün wachsen. Bei jedem Gang ins Freie haben wir Ausschau nach dem nahenden Frühling gehalten.

Einige von uns brachten sich aus den Gärtnereien einen Hauch Farbe mit nach Hause. Primeln, Bellis und
Stiefmütterchen wurden in Schalen gepflanzt und vor die Haustüre gestellt. Ein zwar farbenprächtiger aber dürftiger Ersatz für das Frühlingserwachen in der heimischen Natur.

erstes zartes Grün
Huflattich

 Erstes zartes Grün bahnt sich den Weg

Huflattich, die erste Nahrung des Jahres für die Bienen.

Mit den ersten längeren Sonnenstrahlen erwacht der Gärtner in uns zu neuem Leben (Hobbygärtner
ist meines Wissens die einzige Gattung Mensch die in Winterstarre fällt). Jeder Gedanke drängt in den Garten. Bald sind wir nur noch von dem Gedanken beseelt:  endlich Frühling ... endlich anfangen!
Wir wollen wieder mit den Händen  in warmer, krümeliger Erde wühlen. Doch damit müßen wir noch ein Weilchen warten. Erst heißt es Bestandsaufnahme machen.
Was hat den langen, strengen Winter überlebt?
Traurig, schwarz und erfroren  stehen sie da, einige unserer Pflanzen müßen wir schweren Herzens entsorgen. Doch der Frühling ist eine Zeit des Neubeginns, der Hoffnung und Zuversicht auf ein erfolgreiches Gartenjahr.

Schöllkraut
Bärlauch

Schöllkraut beginnt sich zu entfalten.

Die ersten zarten Blätter des Bärlauchs

Mit klammen Fingern räumen wir Pflanzenreste weg, zupfen hier und da Unkraut, schneiden Obstbäume, Sträucher und Rosen. Abends betrachten wir voller Zufriedenheit unsere abgebrochenen Fingernägel und die "Trauerränder", die sich selbst mit der Nagelbürste und heftigstem Schrubben, nicht entfernen lassen. Der erste kleine Dorn steckt im Daumen und im Rücken zwackt es gewaltig, weil wir uns für den ersten Frühlingstag wieder zuviel Gartenarbeit zugemutet haben.

Veilchen

Duftveilchen, erste Blüten im Frühling

Am Morgen weckt uns strahlender Sonnenschein, der die Illusion hervorruft , das Termometer zeigt mehr als 14 Grad! Wir Hobbygärtner hüpfen voller Elan aus dem Bett. Aua! Wir bemerken  Muskeln, von  denen wir gar nicht wußten, dass wir sie haben. Wir schlüpfen in  den Bademantel und die Hausschuhe, reißen die Terassentüre auf ... Ui frisch ist es noch!
Aber weiter hinten im Garten entdecken wir einen grünen Schimmer!

Sollen wir oder sollen wir nicht? Doch! Wir wollen doch sehen, was sich da grün  an die Erdoberfläche kämpft. Den feuchten Stellen  auf den Gartenwegen, weichen wir in unseren Hausschuhen so gut es geht aus, und können doch nicht verhindern, dass unsere Zehen klamm und kalt werden. Aber da sind sie ja, die ersten  Blättchen und ein paar filigrane blaue Blüten.

Unsere geschärften Sinne können den Geruch des Frühlings einatmen. Das Versprechen von schwellenden
Knospen und süßer Blüten liegt in der Luft.

Jetzt haben wir die Gewißheit, der Frühling ist da!

 


 

 


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