logo

09.03.10.

Hauptmenü


Start Ackerschachtelhalm
Kleine Ackerschachtelhalmkunde PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Herberia   
Mittwoch, 18. März 2009 um 12:55 Uhr


Ackerschachtelhalm (Equisetum arvence)

Volkstümliche Namen:

  • Zinnkraut
  • Katzenschwanz
  • Schafheu
  • Kannenkraut
  • Kandelwisch
  • Schabrausch

Es gibt verschiedene Schachtelhalmarten, wovon einige in dem Ruf stehen giftig zu sein. Das stimmt nur bedingt ... einige Schachtelhalmarten sind tiergiftig! Das heißt Vergiftungen sind bisher nur bei Weidetieren beobachtet worden.

Hier soll es aber nur um den Ackerschachtelhalm gehen.

Neben Kieselsäure (bis zu 10%) enthält der Ackerschachtelhalm

  • Saponine,
  • Flavone,
  • Kalzium,
  • Kalium,
  • Magnesium,
  • Magan und
  • Natriumsalze.


Hilfreich ist der Ackerschachtelhalm als Harntreibemittel, Blutreinigsmittel, bei rheumatischen Beschwerden, Gicht und zur Gewebestraffung. Äußerlich angewendet hilft er bei schlecht heilenden Wunden.

Kieselsäure ist der Wirkstoff, der den Ackerschachtelhalm in der Kräuterheilkunde so wertvoll macht. Der hohe Anteil Kieselsäure macht den Schachtelhalm zu einem ausgezeichneten "Bindegewebestraffer". Zur Blutstillung ist der frische Preßsaft am besten geeignet.

Wissenschaftlich anerkannt ist die Anwendung von Ackerschachtelhalm zur Durchspülungstherapie und zur Ausschwemmung von  Oedemen. Schachtelhalm ist ein sanfter, aber zuverlässiger Helfer um die Wasserausscheidung durch die Nieren zu fördern.

Anwendungsformen

  • Preßsaft
  • Abkochung (15 bis 20 Minuten)
  • Umschlag
  • Auflage
  • Bäder
  • Heilwein

Warnhinweis
Ackerschachtelhalm nicht anwenden bei Oedemen, die auf eingeschränkte Herz- und Nierentätigkeit zurückzuführen sind.

Geschichtliches

Schachtelhalm ist sozusagen ein "Ureinwohner" unserer Erde. Schon vor 400 Millionen Jahren wuchsen
Schachtelhalmbäume auf der Erde.

Früher wurde der Ackerschachtelhalm zum Zinn putzen verwendet. Daher einer seiner volkstümlichen
Namen: ZINNKRAUT.

In der Volksheilkunde war Ackerschachtelhalm wegen seiner blutstillenden  Kraft berühmt. Pfarrer Kneipp verhalf dem Schachtelhalm wieder zu großer Bedeutung. Kräuterpfaffe Künzle, Eva Aschbrenner und Maria Treben verordneten ihn.

Ackerschachtelhalm und gärtnerisches

Welcher Gartenbesitzer kennt ihn nicht?
In vielen Gärten ist der Ackerschachtelhalm ein gehaßtes Unkraut, das sich schnell vermehrt und
fast nicht auszurotten ist. Auch für den Gärtner kann der Ackerschachtelhalm gute Dienste leisten. Ackerschachtelhalmbrühe kann vom Frühjahr bis zum Sommer angewendet werden. Jungpflanzen, die mit Ackerschachtelhalmbrühe gespritzt werden, sind kräftiger und widerstandsfähiger.

Ackerschachtelhalmbrühe wendet man am besten vorbeugend, aber auch im akuten Fall gegen Mehltau,
Schorf, Milbenbefall und Krautfäule an. Die Brühe vertreibt auch die rote Spinne. Bei akuter Gefahr wird Ackerschachtelhalmbrühe an drei aufeinanderfolgenden Tagen ausgebracht.

Mein Fazit:
Ackerschachtelhalm mal öfters trocknen und sowohl der Hausapotheke, als auch der Gartenapotheke zufügen.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 27. April 2009 um 12:27 Uhr
 

Powered by Joomla!. Designed by: Free Joomla Template, website hosting. Valid XHTML and CSS.