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06.09.10.

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Kleine Huflattichkunde PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Herberia   
Donnerstag, 12. März 2009 um 12:50 Uhr


Huflattich (Tussilago farfara)

Volkstümliche Namen:

  • Brustlattich
  • Hufblatt
  • Lehmblümli
  • Märzblume
  • Tabakkraut

Seinen gebräuchlichsten Namen verdankt der Huflattich der Form seiner Blätter, die dem Umriss eines Pferdehufes ähnlich sieht. Die gelben Blüten des Huflattichs brechen im zeitigen Frühjahr durch die Erde. Die Blüten erscheinen vor den Blättern. Meist werden nur Blüten und Blätter des Huflattichs gesammelt, obwohl einige alte Kräuterbücher auch über die Verwendung der Wurzeln berichten.
 

Huflattich

Huflattich enthält Schleim-,Bitter- und Gerbstoffe. Außerdem giftige Pyrrolizidinalalkaloide, die in größeren Mengen und über längere Zeiträume genossen eine lebertoxische und kanzerogene(krebserregende) Wirkung haben können. Hier gilt wie immer, die Dosis macht das Gift.

Der lateinische Name "Tussis" = Husten, weist auf die Heilwirkung des Huflatttichs hin. Sein Haupteinsatzgebiet sind Reizhusten,Bronchitis und Heiserkeit. Die antiken Ärzte verordneten Huflattich bei Erkrankungen der Lunge.

Weniger bekannt ist, dass der Huflattich (antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend) bei Hauterkrankungen, Verbrennungen und zur Wundbehandlung eingesetzt wurde. Entzündungen der Mund - und Rachenschleimhaut behandelt man mit Spülungen vom Huflattichtee.

Anwendungsformen und Dosierung:

Tee:
1 gehäufter Teelöffel getrocknetes Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen.
5 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
Die Tagesdosis sind 2 bis 3 Tassen Huflattichtee täglich.

Auflage bei entzündlicher Haut und leichten Verbrennungen:

Huflattichblätter zerquetschen und in ein sauberes Mulltuch einschlagen,auf die entzündete Haut auflegen.
Den Umschlag fixieren und nach 2 bis 3 Stunden abnehmen.

Huflattichtinktur:
3x täglich 10 Tropfen einnehmen.

Warnung:
Huflattich sollte nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.
Insgesamt sollte die Anwendungsdauer 4 bis 6 Wochen nicht überschreiten.

Esotherisches

Blütenssenz:
Die Blütenessenz des Huflattichs hilft in allen Pioniersituationen. Sie vermittelt zwischen Durchsetzung und Anpassung. Sie hilft besonders Menschen die mit wenig Unterstützung auskommen müßen.

Räucherung:
Eine Räucherung mit Huflattich öffnet die feinstoffliche Warnehmung. Sie soll Hellsichtigkeit fördern.

Mythologisches:

Bei den Kelten stand Huflattich als Symbol der Liebe und den Beginn des Friedens.

Geschichtliches:

Die antiken Ärzte maßen Huflattich eine große Heilkraft zu.
Pfarrer Kneipp, Pfarrer Künzle und Eva Aschbrenner stimmen mit ihnen überein. Schon vor Jahrhunderten  haben  Ärzte und Heilkundige den Rauch von getrockneten und  verbrannten Huflattichblättern bei Krankheiten der Lunge und der Bronchien verordnet. Plinius, Bock (16 Jahrhundert), Dioskurides, Matthiolus gaben einstimmig den Rat Hufflattich bei "Engbrüstigkeit" zu rauchen. Im zweiten Weltkrieg waren die gedörrten Huflattichbläter als Tabakersatz im Gebrauch.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 18. März 2009 um 08:54 Uhr
 

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