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Löwenzahn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Herberia   
Freitag, 27. März 2009 um 16:57 Uhr

Löwenzahn (Taraxacum)

Volkstümliche Namen:

  • Bettnäßer
  • Hundeblume
  • Kuhblume
  • Pusteblume
  • Mühlenbuschen

Manchmal wissen wir garnicht, welche heilkräftige Köstlichkeit da, auf der von  gelben Blütenköpfchen
übersäten Frühlingswiese wächst. Dementsprechend schwer fällt die Wahl, mit der kulinarischen
Lobpreisung des Löwenzahns oder mit der Heilpflanze Löwenzahn zu beginnen.

Neben der Verwendung in zahlreichen Gerichten, von herzhaft bis süß, haben alle Teile (Kraut, Blüten und Wurzeln) des Löwenzahns heilkräftige Wirkung.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind

  • Inulin
  • Cholin
  • Harze
  • Kalium
  • Vitamin C und E
  • Vitamin B-Complex
  • Bitterstoffe

Löwenzahn fördert leicht die Verdauung und wirkt leber-, galle- und nierenanregend. Die Volksheilkunde setzt ihn traditionell als Frühjahrskur zur Blutreinigung, bei Gicht, Rheuma und trockenen Ekzemen ein. Löwenzahn unterstützt die Leberfunktion und ist so ein wichtiges Ausleitungsmittel zur
Entgiftung.

In der TCM (traditionellen chinesischen Medizin) werden die Augen und die Leber in Zusammenhang gebracht. Daher soll der Löwenzahn mit seiner anregenden Wirkung auf die Leber, gleichzeitig Augenent-
zündungen vorbeugen. Dem Löwenzahn wird auch eine wohltuende Wirkung auf den Blutzucker nachgesagt.

Wissenschaftlich anerkannt ist die Wirkung des Löwenzahns bei Verdauungsbeschwerden, Appetit-
losigkeit und zur Förderung des Gallenflußes.

Art der Anwendung:

  • Aufguß (Tee)
  • Tinktur
  • Öl
  • Frischsaft
  • Breiumschläge
  • Salbe

Gegenanzeigen:

Bei Gallenleiden ist die Einnahme von Löwenzahn mit dem Arzt abzuklären.
Bei empfindlichen Personen kann Löwenzahn Kontakallergieen auslösen.

Esotherisches

Räucherung
Die getrocknete Löwenzahnwurzel eignet sich hervorragend als Räuchersubstanz und gilt als "Starke Schutzpflanze", die keine negativen Energien duldet. Eine Räucherung mit Löwenzahnwurzel klärt die Raumathmosphäre und füllt den Raum mit angenehmer, positiver Energie.

Blütenessenz
Die Blütenessenz des Löwenzahns hilft aufgestaute Gefühle und Druck loszulassen. Menschen, die sich nicht trauen ihre Meinung zu sagen, lernen durch die Einnahme der Löwenzahnblütenessenz sich zu öffnen und zu sich zu stehen. Die Blütenessenz hilft Muskelverspannungen, besonders im Nackenbereich zu lockern.

Geschichtliches und mythologisches

Die Kelten haben den Löwenzahn Belenos (Belenus) geweiht. Belenos ist der keltische Gott der Heilung
und der Quellheiligtümer. Das läßt darauf schließen, dass den Kelten  sehr wohl die heilende Wirkung des Löwenzahns bekannt war.

In früheren Jahrhunderten war der Löwenzahn als Zauber- und Hexenpflanze verrufen. Man glaubte,
wenn man sich den Körper mit Löwenzahn einrieb, dass sich jeder Wunsch erfüllte. Ein Aberglaube besagt, das sieben Löwenzahnwurzeln an St. Bartholomäus gegraben, getrocknet und als Amulett getragen vor Augenleiden schützte.

Im "Canon medicinae" (11 Jahrhundert) erwähnte der arabische Arzt Avicenna bereits Löwenzahn. Im 13 Jahrhundert wurde der Löwenzahn im schlesischen Arzneibuch erwähnt. Loicerus (Kräuterbuch 1564) beschrieb den Löwenzahn als heilkräftig bei Fieber, Abzessen und Augenleiden. In der Neuzeit findet Löwenzahn bei fast allen Kräuterkundigen Anerkennung:
Pfarrer Kneipp, Pfarrer Künzle, Eva Aschbrenner und Maria Treben empfehlen ihn.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. März 2009 um 15:55 Uhr
 

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