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11.03.10.

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Kleine Scharbockskrautkunde PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Herberia   
Mittwoch, 25. Februar 2009 um 20:29 Uhr


Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Volkstümlich Namen des Scharbockskraut sind:

  • Feigwurz
  • Wilder Weizen
  • Himmelsgerste
  • Pfenningkraut

Der heutige Name leitet sich von Skorbut - im Volksmund Scharbock ab.

Scharbockskraut gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Es wächst niedrig und wird selten höher als 20cm.

Von März bis Mai blüht das Scharbockskraut leuchtend gelb. 8 bis 12 Kronblätter bilden die Blüte.

An den Wurzeln bilden sich sogenannte Brutknollen, die an Weizen oder Gerstenkörner erinnern. (siehe geschichtliches/Mythologie)

Scharbockskraut

Scharbockskraut enthält große Mengen an Vitamin C, Saponine, ätherische Öle und das Gift Protoanemonin.

Das Scharbockskraut gehört zu den ersten Kräutern die im zeitigen Frühjahr gesammelt werden können. Für eine Blutreinigungskur, um den Stoffwechsel nach einem langen Winter wieder auf Trab zu bringen, ist Scharbockskraut bestens geeignet.

Durch seinen hohen Vitamin C Gehalt beugt es Vitaminmangelerkrankungen und Frühjahrsmüdigkeit  vor.

Scharbockskraut kann man frisch und getrocknet verwenden. Frisch mischt man die Blättchen unter Kartoffel-  oder Feldsalat, feingehackt gibt man sie zum Kräuterquark.

Die getrockneten Blätter werden zur Teezubereitung genommen. Der Tee hilft innerlich und äußerlich angewendet bei unreiner Haut und hartnäckigen Hauterkrankungen. Ein Gesichtswasser aus Scharbockskrautblättern mildert bei regelmäßiger Anwendung Falten. Bei Frostbeulen werden Tücher in einen kräftigen Scharbockskrauttee getaucht und als Umschlag aufgelegt.

Bei Hämorrhoiden  wird der Tee einem Sitzbad zugegeben.

Wie immer hier die Warnung: Scharbockskraut ist in großen Mengen giftig, da es Protoanemonin enthält. Die Protoanemoninkonzentration erhöht sich, wenn die ersten Blüten erscheinen.

Zitat Wikipedia:
Es ist daher zu vermuten, dass die postulierte Giftigkeit durch Protoanemonin vor Erscheinen der gelben Blüten tatsächlich sehr gering oder völlig unbedeutend ist.
Für empfindliche Personen ist es jedoch ratsam, die Pflanze entweder ganz zu meiden oder sich behutsam an die verträgliche Dosis heranzutasten. Die Erfahrung zeigt, dass manche Personen die Pflanze als Nahrungsmittel  intuitiv lieben und andere sie verabscheuen. Es ist ratsam, die Pflanze keinesfalls gegen den "Rat" des eigenen Körpers zu konsumieren.

Ende Zitat.


Geschichtliches und mythologisches:

Oft schwemmt der Regen die Brutknöllchen des Scharbockskrautes zusammen, die dann wie ein
Haufen Getreidekörner aussehen. In früheren Zeiten hat man die sehr stärkereichen Brutknöllchen gesammelt, getrocknet, vermahlen und zu Brot verbacken.

Den meisten Menschen war in früherer Zeit, der Zusammenhang zwischen Regengüßen und Auffinden der Brutknöllchen nicht klar. Die Körner wirkten, wie vom Himmel gefallen, deshalb wurden sie in manchen Gegenden Himmelsbrot oder Erdgerste genannt.

Scharbockskraut getrocknet und als Amulett getragen sollte gegen den bösen Blick schützen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 18. März 2009 um 08:51 Uhr
 

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