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Herberia stellt sich vor PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Herberia   
Samstag, 07. März 2009 um 16:52 Uhr

Herberia ist der lateinische Name für Kräuterfrau. Da fragt sich der Leser, wie es zu diesem Namen kam. Kräuterhexe passte nicht so recht, da ich weder eine Warze auf der Nase noch einen schwarzen Kater habe. Kräuterfee klingt ätherisch. Nein, das bin ich wirklich nicht.

Wer mich mit matschverzierten Turnschuhen und grünfleckigen Jeans auf meinen Kräuterwanderungen trifft, wird nichts feenhaftes an mir finden.

In einer Großfamilie, die zwei große Gärten bewirtschaftet hat, bin ich aufgewachsen. Von Kindesbeinen an konnte ich das Wachsen und Gedeihen von Pflanzen im Jahreskreislauf beobachten und erleben. Mein Großonkel brachte uns bei, dass Unkraut nicht immer nur Unkraut ist, sondern die Natur eine Menge Nahrungs- und Heilmittel im Angebot hat. Im Frühling standen regelmäßig Brennnesselgemüse und Löwenzahnsalat auf dem Speiseplan. Im Sommer war eine Fülle von selbstangebautem Gemüse und Obst vorhanden. Abgeschmeckt wurde immer mit Kräutern aus dem Garten. Im Herbst war Pilzsaison und wir zogen mit Körbchen bewaffnet in  den Wald. Im Winter wurde so manches Wehwehchen mit Kamillen-,Pfefferminz- oder Salbeitee kuriert.

Mit "erwachsen werden" beschäftigt, schlummerte mein Interesse an Natur und Garten so vor sich hin. Erst als ich selbst Kinder hatte, bin ich über "alternative Heilmethoden " wieder zu den Kräutern gekommen. Nachdem meine beiden jüngsten Kinder (damals 3 und 4 Jahre alt) die gefühlte hundertste Mittelohrentzündung und somit das zigste Antibiotikarezept hatten, legte mir eine Freundin eine homöopathische Behandlung nahe.
Dies war ein so durchschlagender Erfolg, dass wir von da an fast nur noch homöopathisch behandelt haben. Der Weg für andere "alternative Heilmethoden" war offen.

Später gelangte ich über die Welt der Düfte zu den ätherischen Ölen. Eigentlich wollte ich mir nur ein gut duftendes Massageöl mischen. Dass man ätherische Öle zu Heilzwecken einsetzen kann, war in meinen Anfängen als "Duftmischerin" eher ein Nebenprodukt. Von ätherischen Ölen zu den Kräutern war es dann ein kurzer Weg. Wer sich mit den ätherischen Ölen beschäftigt, kommt an den Pflanzen und Heilkräutern, aus denen sie gewonnen werden, nicht vorbei. So war der Weg frei  für das Interesse an Bachblüten und Heilkräutern. Zuerst musste natürlich Literatur her und dann ab in die Natur. Ein Pflanzenbestimmungsbuch war mein ständiger Begleiter. Alte Kräuterbücher wurden nach Rezepturen durchforscht und diese mit dem heutigen Wissensstand verglichen.

Nach ersten zaghaften Versuchen "Heiltees" zu mischen und mit Kräutern zu kochen, wurden Tinkturen angesetzt und Salben gerührt.
Die Kräuter hielten immer mehr Einzug in meine Küche und in die Hausapotheke. Rezepturen wurden ausprobiert, für gut befunden, verbessert oder verworfen. Bald fragten die ersten Freunde, Bekannte und Nachbarn: "Hast Du nicht einen Tipp, was bei diesem oder jenem helfen kann?"
So gingen die ersten von mir vorgeschlagegen Tees, Salben und Tinkturen in die Erprobung. Immer mit der Bitte verknüpft:"Bitte beobachtet und berichtet mir genau, wie die Wirkung oder Nebenwirkungen sind oder ob Begleiterscheinung auftreten."

Meine Kräuterwanderungen wurden immer länger, die Sammelgebiete immer weiter und eine immer größere Anzahl Kräuter landete in meinem Sammelkorb. Als uns dann noch ein  kleiner Pachtgarten angeboten wurde, wo ich  Küchen- und Heilkräuter anpflanzen konnte, wurde ich endgültig zu Herberia.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 24. März 2009 um 12:10 Uhr
 

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